Chinesischer Wissenschaftsminister erhält Ehrendoktorwürde der TU Berlin
"Die TU Berlin ist stolz auf die Zusammenarbeit mit Professor WAN Gang, der als Persönlichkeit eine starke Brücke für die Ingenieurwissenschaften zwischen China und Deutschland schlägt. Professor WAN Gang hat sich in allen Handlungsfeldern eines Ingenieurs, insbesondere denen eines Wirtschaftsingenieurs, für den die Fakultät Wirtschaft und Management an der TU Berlin steht, als eine herausragende Persönlichkeit erwiesen", so TU-Präsident Prof. Dr. Kurt Kutzler in seinem Grußwort anlässlich der Verleihung der akademischen Würde.
Auch Bundesforschungsministerin Dr. Annette Schavan und der Berliner Wissenschaftssenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner hoben in ihren Grußworten die wissenschaftlichen Leistungen und die Förderung der deutsch-chinesischen Beziehungen durch Professor WAN Gang hervor.
"In herausragender Weise verbindet Professor WAN Gang Wissenschafts- und Technikkompetenz mit interkulturellem Verständnis. Dies zieht sich durch seinen gesamten Schaffensbereich und befruchtet sowohl die wissenschaftliche Weiterentwicklung durch sein Streben nach Innovation wie auch die Kooperation und den Austausch von chinesischen und deutschen Hochschulen durch sein interkulturelles Engagement", so der Dekan der Fakultät Wirtschaft und Management, Prof. Dr. med. Reinhard Busse, in seinem Grußwort. "Er baute erfolgreich ein Forschungsinstitut für Kraftfahrzeugtechnik auf. Hier verschmolzen Wissenschaft, Technik und wirtschaftliches Verständnis, was in einer Vielzahl von Patenten mündete. Mit der Entwicklung des Brennstoffzellenwagens zur Serienreife setzt Professor WAN Gang zukunftweisende Akzente und steht für einen umweltgerechten, nachhaltigen Einsatz natürlicher Ressourcen." Im Rahmen des Aufbaus eines Doppeldiplomprogramms für Wirtschaftsingenieure zwischen der TU Berlin und der Tongji Universität zeichnete sich Professor WAN Gang durch besonderes Engagement aus.
Die TU Berlin gehört zu den ersten Universitäten in Deutschland, die nach dem Zweiten Weltkrieg Beziehungen zu chinesischen Wissenschaftseinrichtungen aufgenommen haben. Der erste Kooperationsvertrag wurde 1983 geschlossen. Es entstanden enge Beziehungen, zunächst im Maschinenbau und im Verkehrswesen, später in Architektur, Informatik und anderen Disziplinen.
Seit 2003 besteht ein enger Kontakt zwischen Professor WAN Gang und der TU Berlin. In diesem Jahr wurde er zum Vizepräsidenten der Tongji Universität in Shanghai gewählt. An der Tongji Universität ausgebildet, an der TU Clausthal promoviert, fast zehn Jahre als Ingenieur in führender Position bei Audi, gleichzeitig Gastprofessor in Clausthal und Shanghai um chinesische Studenten zur Promotion zu führen, unterbreitete er auf der Basis seiner Berufserfahrungen in Deutschland einen strategischen Vorschlag zur Entwicklung umweltfreundlicher Fahrzeuge. Ziel des Vorhabens ist es, die Zukunftsfähigkeit der chinesischen Automobilindustrie zu stärken.
Ende 2000 wurde WAN Gang vom chinesischen Ministerium für Forschung und Technologie zum Chefwissenschaftler und Koordinator der 863 Schlüsselforschungsprojekte für Elektroautomobile nach China zurück berufen. Die mit einer Brennstoffzelle getriebene Limousine konnte im vergangenen Jahr auf der Shanghaier Automobilmesse erstmals vorgestellt werden. Dieses Projekt zählte im Jahre 2005 zu den zehn wichtigsten wissenschaftlich-technologischen Entwicklungen Chinas. Im April 2007 wurde der Wissenschaftler zum Minister für Forschung und Technologie in China berufen.
Quelle: Pressemeldung Technischen Universität Berlin
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